Selbstoffenbarung. Oder warum sagst du nix?

Ich sitze beim Elternabend und verkneife mir jeden Kommentar.

„Es wollen eh schon alle heim. Der Abend zieht sich. Und mal ganz ehrlich, so wichtig ist es auch nicht, was ich zu sagen habe. Oder doch? Ach nein.”

“Warum merkt mein Mann eigentlich nicht, dass ich keine Lust auf ein Wochenende mit Freunden habe, sondern lieber als Familie oder als Paar alleine was unternehmen will?” 

“Früher waren wir mal beste Freunde und haben uns ohne Worte verstanden. Heute umtänzeln wir uns und fassen uns mit Samthandschuhen an. Nur ja nicht den Finger auf eine Wunde legen. Auf gar keinen Fall Stellung beziehen. Dabei hätte ich ihr so viel zu sagen.”

Uneheliche Kinder, ungekannte Verwandtschaftsteile, große Familiengeheimnisse? Unausgesprochenes.

All das gibt es nur im Film. Oder?

Selbstoffenbarung schafft Nähe.

Ich zeige mich.

Ich sage, was mir wichtig ist. Ich bin hörbar und sichtbar.

Ich erkenne an, was ist.

Ich offenbare mich mit meinen Gedanken, meinen Werten, meiner Verletzlichkeit,

Ich zeige mich bloß und verwundbar. Ich zeige mich pur.

Und warum das Ganze?

Mit jedem Stück Perfektionismus, dass ich ablege, zeige ich mehr meines wahren Ichs. Jedes Stückchen Maske das fällt, bringt mich meinem Gegenüber näher und näher. 

Stück um Stück.

Selbstoffenbarung schafft Nähe.

Und mit jedem Teil von mir das ich zeige, in Worten und in Taten, gewinne ich nach Außen an Kontur. Ich werde klarer, deutlicher, sichtbarer. 

Nicht jedem um mich herum mag gefallen, was er da sieht. 

Manch einer mag sich abwenden bei dem was er da hört.

Klarheit sortiert.

Und das darf sein. 

Für mich selbst hörbar und sichtbar eintreten ist eine grundlegende Form der Selbstsorge und Achtsamkeit. 

Was kannst du tun?

Steh für dich ein. Geh für dich.

Was ist dir wichtig? Was bist du nicht mehr bereit hinzunehmen? Womit machst du keinen Spaß? Was möchtest du nicht mehr tun?

Die Zeiten des “sich Verbiegens“, des “sich passend machens” sind vorbei.
Wozu denn auch. Wem nützt es? 

Mach es dir selbst gut. Hab Mut dich der Welt zu zeigen. 

Sei du selbst, die Welt verträgt das schon, sagt eine Postkarte. Ja, ganz genau!

Sei du selbst. 

Sei du selbst.
An der Garderobe im Kindergarten, in deiner Beziehung, beim Elternabend, als Mutter, an der Bäckertheke, im Gespräch mit deiner Freundin. 

Dann wird das “Warum hab ich nix gesagt?” zu einem “wie gut, dass ich das gesagt habe.” 

Und wie genau kann das gehen?

Welche Übung, welche Methode kann ich dir heute an die Hand geben? 

Keine. 

Denn es geht nicht darum, etwas zu tun.

Heute geht es darum, etwas nicht mehr zu tun.

Höre nicht auf die innere Zensur, deren leises Stimmchen dir sagt, was du darfst und was nicht, was sich gehört und was nicht.

Höre nicht hin, wenn dieses Stimmchen dir zuruft:

Wer bin ich schon, dass ich das sagen dürfte.

Wer will mir schon zuhören?

Was bilde ich mir ein?

Ich wünsche dir ganz viele, viele Male dieses Gefühl: Wie gut, dass ich das gesagt habe! 

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